“Ein Vertrag koordiniert und regelt das soziale Verhalten durch eine gegenseitige Selbstverpflichtung. Er wird freiwillig zwischen zwei (oder auch mehr) Parteien geschlossen.”
Mit diesem Satz beginnt der Wikipedia-Artikel zu dem Begriff Vertrag. Zwei Vertragspartner verpflichten sich also freiwillig auf bestimmte, schriftlich fixierte Handlungsnormen, um die Zukunft für beide Parteien planbar zu machen. Soviel zur Theorie. Die Frage die man sich in unserem Kontext stellen könnte lautet: Ist ein Handyvertrag überhaupt ein Vertrag in diesem Sinne? Zweifellos verpflichten sich in einem Handyvertrag beide Vertragspartner auf ihr zukünftiges Verhalten: der Kunde verpflichtet sich den Anbieter zu bezahlen, der Anbieter dem Kunden das telefonieren zu ermöglichen. So weit, so gut. Doch ist diese Vereinbarung wirklich freiwillig? Eine freiwillige Entscheidung für eine Handlungsweise würde ja einschließen, dass eine Alternative existiert. Da bei nahezu allen Anbietern der Abschluss eines Vertrags mit langer Laufzeit obligatorisch ist, gibt es aber keine wirkliche Alternative. Irgendeinen Anbieter braucht man ja auf jeden Fall, denn sonst ist es ja sinnlos sich ein Handy anzuschaffen. Sicher, der Kunde hat die Möglichkeit den Vertrag nicht abzuschließen. Doch dies hat für ihn den unangenehmen Nebeneffekt, dass er dann auch nicht telefonieren kann. Man wird also mit Fug und Recht behaupten können, dass es sich in diesem Fall nur um eine sehr eingeschränkte Wahlfreiheit handelt: Man kann entweder hohe Mindestumsätze, Grundgebühren und lange Laufzeiten ohne Kündigungsmöglichkeit in Kauf nehmen, oder komplett auf ein Mobiltelefon verzichten.
Was aber wenn man sich nicht langfristig an einen Anbieter binden aber dennoch telefonieren möchte? Früher (die Älteren erinnern sich vielleicht noch) gab es so genannte “Prepaid-Karten.” Man hatte ein Anonymes Konto, dass man durch Kartencodes aufgeladen hat, die man zB. an der Tanke kaufen konnte. Die Preise waren relativ konstant, man war ungebunden und hat nur so viel Geld bezahlt, wie man auch tatsächlich vertelefoniert hat. Solche Karten gibt es leider kaum noch.
Aber anstatt in Nostalgie zu vergehen, kann man sich freuen, dass Anbieter wie Fonic oder Base solche Angebote mittlerweile im Internet anbieten, wodurch sie sogar noch ein bisschen leichter zu handhaben sind. Abgesehen davon, dass man hier im Shop (zum Teil richtig gute) Handys kaufen kann ohne ewig vertraglich gebunden zu sein, erstellt man sein Konto online und kann individuell Geld darauf laden, wann man will. Man behält also den kompletten Überblick über das Geld, dass man zum Telefonieren benutzen möchte. Bei Fonic bezahlt man zum Beispiel auch konstant 9 Cent in alle Netze im Inland und im europäisch/nordamerikanischen Ausland.
Solche Angebote stellen also eine Alternative für alle diejenigen Handynutzer dar, die sich nicht durch einen Vertrag binden lassen wollen. Und da wir nun sehen, dass eine wirklich ernsthafte Alternative zum festen Handyvertrag besteht, wissen wir auch, dass jeder der einen solchen Vertrag abschließt dies wirklich freiwillig tut. Ob man sich nun durch einen Vertrag fest binden oder mit einem Fonic-Angebot relativ ungebunden bleiben möchte, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen.